Lieder über alte und neue Liebe.
Aus dem Bauch kommend und ins Herz zielend – oder
umgekehrt? Lieder, von denen manche nicht ohne den
Kopfschmerz am Ende einer – warum auch immer – durch-
wachten Nacht entstanden wären. Lieder – manche
friedlich, manche sentimental, manche mit Widerhaken – ,
die man seltsam gut verstehen kann…

Da sitzt ein Mann auf der Bühne und singt ein Liebeslied:
„An meine erste Gitarre“. Als wäre es das Allernormalste.
Aber wie normal ist es schon, überhaupt in deutscher
Sprache zu singen? Vergleiche drängen sich nicht gerade
auf, wenn einer jenseits von Kleinkunst hier und deutschem
Schlager da Lieder macht, die jeder versteht.
Warum ist hier verpönt, was Menschen anderswo so
selbstverständlich ist? Warum ist Reinhard Mey in
 Frankreich beliebter als in Deutschland?

Erhard Rossbander, gelernter Ingenieur, in Köln lebend,
schreibt und spielt seit mehr als zwei Jahrzehnten seine
eigenen Stücke. Etwa zwanzig von ihnen machen das
aktuelle Programm aus. Mit dem Texter – Komponisten –
Gitarristen – Sänger als unersetzlichem (Haupt-) Darsteller
seiner Musik und dem hohen Anteil an vertonter Lebens-
betrachtung ist “    
“ das Werk
eines Liedermachers im ursprünglichen Sinne.

       

Der Mann an der Gitarre, der seinen Liedern auch die
Stimme verleiht, wird auf der Bühne von Piano/Keyboard,
Bass, Saxophon/Flöte und Schlagwerk begleitet.
Das abendfüllende Programm ist dabei stilistisch weit
gefächert: Ein-Mann-Stücke für Gesang und Gitarre
wechseln mit schlagzeuglastigem Rock oder Reggae, Balladen
folgen auf ein spannungsgeladenes Free-Jazz-Instrumental
und machen den Zuhörern noch mehr

       auf